Es gibt sie schon. Den Anfang macht „Mithelfen“ – die erste Funktion zeigt, was gerade im Dorf ansteht: welche Blumenkästen und Beete Wasser brauchen. Das ist der Anfang, nicht der Zweck. Jetzt kommt die eigentliche Frage – wofür soll die Dorf-App gut sein?
Denk dabei ruhig groß: Technisch ist erstaunlich viel möglich, und Ideen, die dem Dorf wirklich helfen, werden auch gebaut. Ein Satz reicht uns.
Deine Idee
Die Rössing-App ist als App für das ganze Dorf gedacht, nicht als reine Gieß-App. „Mithelfen“ ist nur die erste Funktion – sie steht, und alles Weitere entsteht aus euren Vorschlägen. Was als Nächstes hineinkommt, soll sich daran entscheiden, was hier tatsächlich gebraucht wird. Deshalb die Frage an alle im Dorf: Was würde dir den Alltag in Rössing leichter machen?
Trau dich, groß zu denken. Vieles, was nach viel Aufwand klingt, ist technisch gut machbar – und Ideen, die wirklich weiterhelfen, werden auch umgesetzt. Was wir nicht bauen können, sagen wir ehrlich.
Das hier sind Anregungen, damit klar wird, wie weit der Rahmen ist – kein Versprechen und kein fertiger Plan. Nichts davon ist beschlossen. Vor allem interessiert uns, was euch einfällt.
Alle Veranstaltungen auf dem Telefon – mit einer Erinnerung am Tag davor, damit das Feuerwehrfest nicht wieder verpasst wird.
Wer fährt morgen früh nach Hildesheim oder Nordstemmen und hat einen Platz frei? Wer braucht eine Mitfahrt?
Anhänger, Vertikutierer, Bohrhammer, Bierzeltgarnitur: Wer hat was und gibt es gern weiter?
Suche und Biete für Rössing – vom Kinderfahrrad über Brennholz bis zur freien Wohnung.
Einkauf mitbringen, Kinder von der Schule abholen, im Garten helfen: fragen, wenn man Hilfe braucht, und sehen, wo man helfen kann.
Kurze Mitteilungen an die, die es angeht – Trainingsausfall, Probentermin, Absage wegen Regen. Ohne dass alle in jeder WhatsApp-Gruppe sein müssen.
Straßenlaterne aus, Bank wackelt, Spielgerät defekt: einmal fotografieren, melden, und alle sehen, dass es bekannt ist.
Alte Fotos und Geschichten aus Rössing zum Stöbern – und alle können ergänzen, was sie im Schrank haben.
Und wenn deine Idee hier nicht dabei ist: umso besser. Genau die suchen wir.
Ein Satz genügt. Name und E-Mail sind freiwillig – ohne sie geht es anonym, mit ihnen können wir nachfragen, wenn wir etwas nicht verstehen.
Niemand muss etwas davon beantworten – ein Satz reicht. Es sind nur Anhaltspunkte für den Fall, dass du mehr erzählen willst.
Ein Satz genügt: „Ich möchte sehen, wann der nächste Bus fährt.“
Für alle im Dorf, für einen Verein, für Familien mit kleinen Kindern, für dich selbst?
Woran es gerade hakt, ist oft der beste Hinweis darauf, was die App besser machen könnte.
Lieber per E-Mail? Geht auch: post@levinkeller.de – und wer lieber redet als schreibt, ruft unter +4915156041082 an.
Die Rössing-App wird gerade im Dorf ausprobiert und ist deshalb noch nicht öffentlich zum Herunterladen zu finden. Wer mitmachen möchte, meldet sich einfach kurz.
Melde dich kurz – am besten mit der Google-Adresse, mit der du auf deinem Android-Handy angemeldet bist. Du bekommst dann eine Einladung zum Test. Wie es weitergeht, steht unten.
Wenn du kein Android-Handy hast oder schlicht keine Lust aufs Testen: Deine Idee für eine Funktion ist trotzdem willkommen. Genauso: was hakt, was unverständlich ist, was fehlt.
Per E-Mail an post@levinkeller.de oder telefonisch unter +4915156041082. Sobald die App öffentlich verfügbar ist, findest du den Link hier an dieser Stelle.
Was die App heute kann – den Anfang macht „Mithelfen“
Du hast Zeit und willst etwas fürs Dorf tun – aber was steht gerade an? Genau dafür ist „Mithelfen“ da, die erste Funktion der App. Sie ist bewusst schlicht gehalten: aufmachen, schauen, gießen, melden. Mehr braucht es nicht. Was danach dazukommt, hängt an den Ideen aus dem Dorf.
Beim Öffnen landest du inzwischen auf einer Startseite mit den Bereichen der App. „Mithelfen“ steht dort oben – daneben gibt es die Benachrichtigungen, das eigene Profil, die Liste der Dorfbewohner und die Kachel „Idee vorschlagen“.
Anmelden
Einmalig mit der Rössing-ID anmelden – dem Dorf-Login, den es auch für die anderen Dorf-Dienste gibt. Das Konto legst du dir selbst an – mit Vorname, Nachname, E-Mail und Passwort, niemand muss es vorher für dich einrichten. Wer mag, nutzt stattdessen den Knopf „Mit Google anmelden“; nötig ist das nicht.
Karte anschauen
Auf der Dorfkarte zeigt eine Ampel, wo etwas ansteht – oder du gehst die Liste durch, nach Dringlichkeit oder nach Entfernung sortiert.
Gießen oder jäten
Bei jedem Ort steht, was zu tun ist – zum Beispiel „10 Liter, alle 7 Tage“.
Melden
Ein Tipp auf „Ich habe gegossen“ – die Ampel springt auf Grün und alle anderen sehen es sofort, samt Name und Uhrzeit.
Damit nichts doppelt gegossen wird, ist ein Ort nach einer Erledigung eine Weile gesperrt – ungefähr das halbe Gießintervall, bei Hitze entsprechend kürzer. Wer die Kästen betreut, kann Erledigungen trotzdem nachtragen, wenn jemand das Melden vergessen hat.
Bisher musste man selbst nachschauen, ob etwas ansteht. Seit der neuesten Version geht es auch andersherum: Bei jedem Ort gibt es „Hier als Helfer:in eintragen“. Wer das tut, sagt damit: Um diesen Kasten kümmere ich mich mit. Dabei kannst du angeben, ob du nur gießen, nur jäten oder alles übernehmen möchtest. Danach steht dort „Du hilfst hier mit“ – und du kannst dich jederzeit wieder austragen.
Wird an diesem Ort etwas fällig, fragt die App nicht alle auf einmal, sondern der Reihe nach: eine Person, eine Stunde später die nächste, und so weiter. Wer zuerst dran ist, richtet sich danach, wer am längsten nichts gemacht hat beziehungsweise am längsten nicht gefragt wurde. So kommt jeder mal an die Reihe und niemand ständig.
Sagst du zu – „Ich mache das“ –, gehört die Aufgabe für 24 Stunden dir. Die anderen sehen, dass sie vergeben ist, und niemand läuft umsonst los. Wenn du es doch nicht schaffst, gibst du sie mit „Zurückgeben“ wieder frei; passiert gar nichts, wird sie nach den 24 Stunden von selbst frei und der Nächste wird gefragt. Und sobald irgendjemand meldet, dass gegossen ist, ist die Sache für alle erledigt.
Hat am Ende niemand zugesagt, geht eine letzte Frage an alle Eingetragenen gleichzeitig. Meldet sich auch dann niemand, bleibt der Ort einfach rot stehen – so wie vorher auch.
Die Anfragen stehen in der App unter „Benachrichtigungen“. Wer möchte, bekommt sie zusätzlich aufs Handy; die App fragt dafür einmal um Erlaubnis. Wer sie nicht gibt, verpasst nichts – die Anfragen stehen dann beim nächsten Öffnen da. Zwischen 21 und 7 Uhr wird ohnehin nichts zugestellt.
Das ist alles, was heute in der App steckt. „Mithelfen“ ist der erste Bereich; drumherum ist nach und nach das dazugekommen, was gemeinsames Gießen im Dorf braucht.
Was gerade im Dorf ansteht: Blumenkästen und Beete auf der Dorfkarte und als Liste, jeweils mit Ampel. Erledigt wird mit einem Tipp gemeldet.
Bei jedem Ort kannst du dich eintragen – für alles, was dort ansteht, oder nur fürs Gießen bzw. nur fürs Jäten. Dann fragt dich die App, wenn dort etwas fällig wird.
Hier stehen die Anfragen: zusagen mit „Ich mache das“, zurückgeben mit „Zurückgeben“. Auf Wunsch kommen sie zusätzlich aufs Handy – nachts ist Ruhe.
Wer wie oft gegossen oder gejätet hat – wahlweise für die Woche, den Monat, die Saison, das Jahr oder insgesamt. Dazu, was das ganze Dorf zusammen geschafft hat, und ein paar Abzeichen.
Anzeigename, Nickname für die Rangliste, Telefonnummer, E-Mail und eine kurze Notiz. Für jedes Feld stellst du selbst ein, ob die anderen es sehen dürfen. Telefon und E-Mail sind zunächst nicht sichtbar.
Wer in der App mitmacht – mit genau den Angaben, die derjenige freigegeben hat. So findet man jemanden, ohne erst herumzufragen.
Eine Kachel auf der Startseite der App: Sag uns, was die App sonst noch können soll. Geht auch anonym und dauert einen Satz.
Gibst du den Standort frei, startet die Karte bei dir und die Liste zeigt, wie weit jeder Ort entfernt ist. Der Standort bleibt dabei auf dem Gerät.
Auf der Startseite steht es so auch in der App: Was als Nächstes dazukommt, entscheiden die Ideen aus dem Dorf.
Auf einen Blick
Jeder Blumenkasten und jedes Beet hat einen Zustand. Wie lange etwas ohne Wasser auskommt, ist hinterlegt – bei Hitze wird der Abstand automatisch kürzer.
Hier ist alles erledigt. Du kannst beruhigt weitergehen.
Der übliche Abstand ist überschritten – wer vorbeikommt, darf gern gießen oder jäten.
Hier wartet die Pflanze schon länger. Jetzt wird es Zeit.
Blick in die App
Aufnahmen aus der Testversion für Android. Die Orte, Namen und Zahlen auf den Bildern sind Beispiele aus der Testumgebung – nicht die echten Kästen im Dorf. Die Bilder sind ein paar Wochen alt: Der Eintrag als Helfer:in, die Benachrichtigungen und die Kachel „Idee vorschlagen“ sind darauf noch nicht zu sehen.
Die Rössing-App ist nicht als reine „Gieß-App“ gedacht, sondern als Dorf-App für Rössing. „Mithelfen“ – was gerade im Dorf ansteht, also Blumenkästen und Beete – ist die erste Funktion, die fertig geworden ist. Weitere sollen nach und nach dazukommen.
Was genau als Nächstes kommt, versprechen wir bewusst noch nicht: Erst soll die erste Funktion im Alltag funktionieren. Womit es weitergeht, entscheiden am besten die Ideen aus dem Dorf.
Die App gehört zum digitalen Dorf und nutzt dieselbe Rössing-ID wie die anderen Dorf-Dienste.
Verteilt wird die App über den internen Test im Google Play Store. Du installierst sie also ganz normal über den Play Store, nur dass sie dort nicht öffentlich zu finden ist – man braucht eine Einladung. Aktualisierungen kommen danach automatisch.
Worauf du dich verlassen kannst
Damit das gleich klar ist, bevor jemand die App installiert: Hier wird kein Geld verdient und niemand ausgewertet.
Die App entsteht in der Freizeit, als Teil des digitalen Dorfs. Kein Unternehmen dahinter, keine Agentur, kein Auftrag.
Die App kostet nichts – kein Kaufpreis, kein Abo, keine Zusatzkäufe. Auch später nicht.
In der App läuft keine Werbung und kein Werbe-Tracking. Deine Daten werden nicht verkauft. Weitergegeben wird nur das, was für Benachrichtigungen aufs Handy nötig ist.
Niemand verdient daran – weder an der App noch an den Daten. Es geht darum, dass die App dem Dorf nützt – angefangen damit, dass die Blumenkästen gegossen werden.
Die Daten liegen auf einem selbst betriebenen Server, die Anmeldung läuft über die eigene Rössing-ID – das Konto legst du dir dort selbst an –, und der Standort bleibt auf dem Gerät. Über Google laufen nur die Benachrichtigungen aufs Handy (abschaltbar in den Android-Einstellungen) und, falls du diesen Weg wählst, die freiwillige Anmeldung mit dem Google-Konto.
Der Quellcode liegt derzeit noch in einem privaten Repository. Die Absicht ist, ihn offenzulegen, sobald die App über den ersten Test hinaus ist.
Was die App im Einzelnen speichert und was nicht, steht in der Datenschutzerklärung der App.
Wer den Aufruf im Dorf verbreiten möchte: Hier gibt es ihn druckfertig – für den Dorfladen, den Schaukasten oder zum Auslegen beim Verein. Einfach ausdrucken und aufhängen.